3 SCHÖNE HÖFE UM HAMBURG
Wie schmeckt Glück? Nach warmem Brot, frisch aus dem Ofen? Nach einem saftigen Apfel, direkt vom Baum? Nach würzigem Käse von einem Schaf, dem man beim Grasen auf der Weise zusehen kann? Wir haben für euch drei der schönsten Höfe aus unserem WOCHENENDER "Hofläden und Manufakturen" rausgesucht, die beim nächsten Herbstausflug nicht fehlen sollten.
Fotos: Uta Gleiser, Johannes Nadeno
GUT WULKSFELDE
Biohof mit Laden und Restaurant
Auf Gut Wulksfelde können Großstädter:innen der Natur wieder näherkommen. Es gibt Wallhecken, Amphibienteiche, Streuobstwiesen und beste Lebensbedingungen für bis zu 7.000 Tierarten, darunter gefährdete wie der Neuntöter oder der Wiesenpieper – zwei Vogelarten, deren Namen die meisten Nicht-Ornitholog:innen wohl nie gehört haben. Tiere streicheln, im ambitionierten Restaurant essen, je nach Saison Früchte ernten und natürlich selbst produzierte Lebensmittel kaufen: Das geht hier alles. Der Hofladen hat die Größe eines Supermarkts und ist bestens organisiert – wie auch der Rest des Biohofs. Das Sortiment ist riesig und umfasst regionale wie vegane Produkte oder biodynamische Weine. Ebenso im Wulksfelder Angebot: Kräuterkurse und thematische Hofführungen, bei denen man alles über Kartoffeln oder Naturschutz lernen kann. Und für Kinder: ein kleiner Tiergarten mit Baumhaus, Kletterparcours und Wasserpumpe.
Wulksfelder Damm 15–17, 22889 Tangstedt
T 040 6442510
KLEVERHOF
Demeter-Hof mit Laden
Der Kleverhof schützt ein paar Hundert Tomatensorten zwischen „Abraham Lincoln“ und „Zürcher Original“ vor dem Aussterben und bietet seltene Saaten (auch online) und frische Tomaten an. Die sehen nicht nur bildschön aus, sondern schmecken tatsächlich wie Tomaten statt wie deren Supermarkt- Imitationen, die viel zu früh geerntet werden, um Aromen entwickeln zu können. Allerdings gibt es auf dem Kleverhof auch Sorten, deren Geschmack an Ananas oder ein wenig an Mango erinnert. Im großen Hofladen erhält man außerdem Gemüserarit.ten wie die Indische Feldgurke oder die Chinesische Keule, Backwaren, Käse und viele andere Bioprodukte. Wer den blitzsauber aufgeräumten Hof näher kennenlernen möchte, kann an einer Führung teilnehmen und sich im Hof-Museum darüber informieren, mit welchen Arbeitsgeräten die Äcker früher bestellt wurden. Im Sommer wird Kaffee im Café ausgeschenkt. Fairtrade natürlich.
Mönkenbrook 26, 23869 Elmenhorst
T 04532 2679594
DOMÄNE FREDEBURG
Demeter-Hof mit Hofladen und Café
1991 taten sich vier Paare zusammen, um einen Hof zu pachten und konsequent biodynamische Landwirtschaft zu betreiben. Mittlerweile besteht die Hofgemeinschaft
aus über 50 Menschen, die auf 160 Hektar Gemüse, Getreide und Kartoffeln anbauen,
sich um eine 35-köpfige Milchviehherde, 50 Schweine, Hühner, Wachteln und Gänse
kümmern, eine eigene Käserei und einen großen Hofladen mit Küche und Café betreiben.
Mit Blick auf Wiesen und Felder lässt sich entspannt verkosten, was der Hof
hergibt (die Salate und Quiches sind sensationell), Getreide kann man vor Ort selbst
mahlen oder flocken, zu den Schlachttagen gibt es hofeigenes Fleisch vom Schwein
und Rind. Wer noch tiefer in dieses Lebens-, Arbeits- und Herzensprojekt einsteigen
möchte, kann sich bei Führungen über Bodengesundheit kundig machen, bei der Kartoffelernte mithelfen oder in einem der Vier-Elemente-Zimmer übernachten. Sogar Sing-Workshops gibt es auf der Domäne Fredeburg.
Am Wildgehege 5, 23909 Fredeburg
T 04541 862134 (Hofladen)
Lust auf mehr?
Weitere Ausflugsziele findet ihr in unserem „WOCHENENDER. Hofläden und Manufakturen um Hamburg“. Dieser WOCHENENDER führt zu Bauernhöfen, in Hofläden und Selbsterntegärten, aber auch in Ateliers und Werkstätten.







