top of page

AB AN DIE ELBE

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Manchmal muss man gar nicht weit wegfahren, um den Kopf frei zu bekommen. Dann reicht es schon aus, sich das Fahrrad zu schnappen, die nächste Bahn zu erwischen oder mit dem Auto ans andere Ende der Stadt zu fahren. Wir haben für euch zwei dieser Orte rausgesucht, an denen es leckere Fischbrötchen, authentische Straßen und frischen Wind auf einer preisgekrönten Aussichtsplattform gibt. Perfekt, um an der Elbe für ein paar Stunden den Kopf abzuschalten.


Text: Sabrina Waffenschmidt

Fotos: Yvonne Schmedemann


Der Strandaufgang zum Niendorfer Strand, ein rotes Strandhäuschen und Strandkörbe am Strand

GROSSE ELBSTRASSE

Viertel


Hinterm Fischmarkt beginnt die Große Elbstraße – und der echte Hamburger Fischmarkt. Denn während Tourist:innen und Kiezgänger:innen am frühen Sonntagmorgen ihren Fisch bei Aale ­Dieter kaufen, geht es die Straße hinunter authentischer zu: In den kalt­nassen und mit Neonröhren beleuch­teten Hallen des Altonaer Fischmarkts verkaufen alteingesessene Großhändler:innen ab Mitternacht ihre Ware an Restaurants, Supermärkte und Fisch­geschäfte. Und das jede Nacht. Auch tagsüber ist das alte Fischereiviertel völlig unprätentiös: Der Duft von Fischbrötchen hängt in der Luft, am Horizont reihen sich die Kräne aneinander und am Straßen­rand einfache Fischimbisse und Bistros. Und doch wachsen die Kontraste, denn das Viertel geriet in den vergangenen Jahren immer stärker ins Blickfeld von Investoren. Schmucklose Häuser stehen so neben zeitgenössischer Architektur wie dem Dockland, einer Aus­sichtsplattform des Hamburger Architekten Hadi Teherani. Der alte Charme ist aber noch da, zum Beispiel im Fischmarkt-Bistro. Wer das übliche Backfischbrötchen­ mit Remoulade satt hat, sollte unbedingt vorbeischauen, denn hier gibt es mit die besten Fischbrötchen Ham­burgs (wer Pulpo mag, bestellt den Black Pearl Octopusburger). Gleich um die Ecke, im rustikalen Café Schmidt, gibt es Brot und Brötchen, Kuchen und Törtchen – alles selbst gebacken. Und wer die perfekte Mischung aus Tradition und Moderne sucht, geht ins kleine, sehr gemütliche und sehr herzliche Restaurant Marseille und lässt sich mit südfranzösischer Küche verwöhnen.


Große Elbstraße, 22767 Hamburg


Die Große Elbstraße und noch viele weitere Lieblingsorte findet ihr im WOCHENENDER Die Elbe.

Die Elbe
€24.00
Jetzt kaufen


Strandübergang in Hungerhamm am Strand in St. Peter-Ording

OBERHAFEN

Quartier


Ruckelige Kopfsteinpflasterstraßen, alte Gleisanlagen und lang gestreckte Lagerhallen aus Backstein: willkommen im Oberhafen! Lange fristete das Quartier zwischen HafenCity und Großmarkt ein recht trostloses Dasein als Lagerstätte, doch seit einigen Jahren ist hier dank niedriger Mieten ein Kreativviertel entstanden. Unbedingt besuchen muss man die windschiefe Oberhafen-Kantine gleich hinter der Ober­hafenbrücke. Richtig gehört: Das Restaurant, in dem es haus­ gemachtes bodenständiges Essen wie Labskaus, Frikadellen und Grünkohl gibt, hat so richtig Schlagseite, bleibt seit 1925 aber hartnäckig stehen. Auch gut: die Hobenköök. Vorbeischauen sollte man auch bei der Interior­-Designerin Johanna Schultz, die antike Möbel, verrückte Objekte und bunt­ leuchtende Vintage­Buchstaben verkauft. Etwas weiter die Straße hinunter kommt man zur Hanseatischen Materialverwaltung, einem gemeinnützigen Fundus, in dem man sogar noch verrücktere Requisiten, Materialien und Möbel leihen und kaufen kann. Mit Kindern und bewegungsfreu­digen Erwachsenen auf jeden Fall Die Halle besuchen – eine riesige Parkour­-Halle zum Rennen, Klettern und Springen.


20457 Hamburg


Den Oberhafen und noch viele weitere Lieblingsstrände findet ihr im WOCHENENDER Die Elbe.

Die Elbe
€24.00
Jetzt kaufen


Kommentare


Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Bitte den Website-Eigentümer für weitere Infos kontaktieren.
bottom of page